Ausgangslage

Die Gemeinde Wila ist bereits heute medizinisch dramatisch unterversorgt. Mit einem Hausarzt für rund 2000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt Wila deutlich unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 0.95 Ärzten pro 1000 Einwohner (die OECD-Empfehlung liegt bei einem Arzt pro 1000 Einwohner). Gerade für periphere Gemeinden ist das keine unbekannte Situation – so betrifft die medizinische Unterversorgung auch die umliegenden Gemeinden (Wildberg, Saland und Sternenberg haben keinen Dorfarzt). Hinzu kommen noch rund 600 Patientinnen und Patienten aus Turbenthal. Das Ergebnis: «Unser» Hausarzt Dr. Hans-Peter Mösch hat einen aktiven Patientenbestand von 3000 Personen.

 

Mit der in fünf bis sechs Jahren geplanten Pensionierung von Dr. Hans-Peter Mösch verschärft sich diese Situation weiter, womit die nachhaltige Sicherstellung der allgemeinmedizinischen Grundversorgung zunehmend gefährdet ist. Ein zweiter Allgemeinmediziner und entsprechend eine moderne Gemeinschaftspraxis sind also von zentraler Bedeutung, einerseits aufgrund des ansteigenden Patientenvolumens durch die stetig zunehmende Einwohnerzahl (diverse Bauprojekte) und der demografischen Veränderungen in der Bevölkerung (bereits heute hohes und stetig steigendes Durchschnittsalter und entsprechend höhere Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung) und andererseits im Hinblick auf eine nachhaltige Nachfolgeregelung von Dr. Hans-Peter Mösch. Die derzeitige Praxis von Dr. Mösch (Tablatstrasse 8, Wila) bietet mit einer nutzbaren Fläche von rund 130m2 nicht die räumlichen Voraussetzungen für eine Gemeinschaftspraxis.

 

Die qualitative medizinische Versorgung der Gemeinde Wila (allgemeinmedizinische Grundversorgung und ergänzende Angebote aus den verschiedensten Fachbereichen des Gesundheitswesens) ist für Jung und Alt ein massgebender Indikator für die Lebensqualität, erhöht das Sicherheitsgefühl und somit auch die Attraktivität der Gemeinde als Wohn- und Lebensraum.


Seit Jahren arbeite ich 70 bis 80 Stunden pro Woche. Damit eine optimale Gesundheitsversorgung und eine nachhaltige Nachfolgeregelung gewährleistet werden können, braucht es zeitnah eine räumliche Lösung und einen zweiten Hausarzt. Für meine Patienten unterstütze ich deshalb das neue Gesundheitszentrum mit vollem Einsatz.

Dr. med. Hans-Peter Mösch, Dorfarzt, Wila